Reihax Produkt
Fracture
Fracture zeigt einen Moment, der eigentlich nicht stillsteht: eine Fläche, die zerspringt. Aus einem Einschlagpunkt laufen Scherben aus vier Hölzern nach außen, getrennt von tiefschwarzen Risslinien. Was nach Bruch aussieht, ist das Gegenteil davon: jede Kante geplant, jede Scherbe einzeln geschnitten und gefügt.
Foto: Reihax
Was Fracture ist
Fracture ist ein quadratisches Wandbild von 40 × 40 cm aus Intarsia, gefasst in einen dunklen Rahmen. Das Motiv ist ein Sprungstern, wie ihn ein Stein in einer Glasscheibe hinterlässt: ein Einschlagpunkt nahe der Mitte, von dem aus Bruchlinien zu allen Rändern laufen und die Fläche in Scherben teilen.
Jede dieser Scherben ist ein eigenes Furnierstück aus einem von vier Hölzern. Alle Teile sind Kante an Kante gefügt und auf einen Träger gepresst. Zwischen ihnen laufen tiefschwarze Linien, die das Bild zeichnen wie die Bleiruten ein Kirchenfenster. Fracture trägt die Nummer 1 und wird nur einmal verkauft.
Das Motiv: Energie aus geraden Kanten
Ein Bruch ist eigentlich ein Unfall. Fracture macht daraus eine Komposition. Die Linien sind alle gerade, aber keine läuft parallel zur nächsten; die Scherben werden zum Zentrum hin kleiner und spitzer und nach außen hin breiter. So entsteht der Eindruck von Bewegung, als würde der Sprung sich gerade in dem Moment ausbreiten, in dem man hinsieht.
Das ist die geometrische Seite von Reihax, aber keine strenge: Es gibt kein Raster, keine Wiederholung und keine Symmetrie. Die Ordnung liegt in der Verteilung von hell und dunkel: Helle Scherben aus Eiche und Esche wechseln mit warmem Nussbaum und fast schwarzem Wenge, sodass sich das Licht über die ganze Fläche verteilt. Wie man solche Verteilungen plant, beschreibt die Seite Geometrische Muster planen.
Foto: Reihax
Vier Hölzer und ihre Rollen
Fracture ist aus denselben vier Hölzern gelegt wie Flow, jedes mit einer klaren Aufgabe:
- Nussbaum trägt die größten dunklen Flächen. Sein warmes Rotbraun mit lebhafter Zeichnung gibt dem Bild Wärme.
- Wenge setzt das tiefste Dunkel, vor allem in den spitzen Scherben nahe dem Zentrum, wo der Sprung am heftigsten ist.
- Eiche und Esche geben die hellen Scherben, die wie Licht durch die Bruchstellen fallen.
Auch die Maserung arbeitet mit: In vielen Scherben läuft sie in deren Längsrichtung und damit vom Zentrum nach außen. Der Sprung steckt so nicht nur in den Linien, sondern auch im Holz selbst. In einer der hellen Eichenscherben sitzt ein kleiner Ast; er bleibt sichtbar, weil er gesund ist und die Form nicht stört.
Foto: Reihax
Die schwarzen Risslinien
Ohne die schwarzen Linien wäre Fracture ein Mosaik aus Holzflächen. Mit ihnen wird es ein Sprung. Die Linien trennen jede Scherbe von ihren Nachbarn, auch dort, wo zwei ähnlich helle Hölzer aufeinandertreffen, und sie geben dem Bild eine grafische Schärfe, die man aus der Entfernung zuerst wahrnimmt.
Handwerklich sind diese Linien streng. Bei einer unsichtbaren Fuge zwischen zwei Furnieren verzeiht das Auge kleine Abweichungen; eine schwarze Linie dagegen zeigt jeden Knick und jede Unregelmäßigkeit ihrer Breite. Deshalb müssen die Kanten der Scherben gerade und sauber geschnitten sein (Furnier schneiden und fügen), und das Zusammensetzen der vielen spitzen Teile verlangt Geduld (Intarsia zusammensetzen).
Foto: Reihax
Woran man diese Qualität erkennt, wenn man ein Intarsienbild aus der Nähe betrachtet, beschreibt die Seite Intarsia-Qualität prüfen.
Fracture und Flow: zwei Formsprachen
Fracture und Flow sind Geschwister. Beide messen 40 × 40 cm, beide sind aus Wenge, Eiche, Esche und Nussbaum gelegt, Fracture und Flow Nr. 1 hängen in einem ähnlichen dunklen Rahmen. Der Unterschied liegt allein in der Form: weiche Kurven, die ruhig über die Fläche ziehen, gegen gerade Kanten, die aus einem Punkt herausbrechen.
Foto: Reihax
Nebeneinander gehängt zeigen die beiden Bilder, wie stark die Form die Wirkung eines Materials bestimmt. Dieselben Hölzer wirken in Flow gelassen und in Fracture aufgeladen. Wer Intarsia entwirft, kann daraus lernen, die Form zuerst zu wählen und die Hölzer danach in ihre Rollen zu setzen. Mehr dazu auf der Projektseite Intarsia-Wandbilder.
Rahmen, Aufhängen und Pflege
Fracture sitzt in einem dunklen Rahmen mit schmaler Schattenfuge zwischen Bild und Rahmen. Der Rahmen nimmt das Dunkel der Wenge-Scherben auf und schließt das Bild ruhig ab.
Foto: Reihax
Wie jedes Holzbild hängt Fracture am besten an einer Wand ohne direkte Sonne und nicht unmittelbar über einer Heizung. Zur Pflege genügt ein trockenes, weiches Tuch oder ein Staubpinsel; Reinigungsmittel gehören nicht auf die Oberfläche. Mehr dazu unter Pflege handgemachter Holzobjekte.
Wo erhältlich
Fracture ist über CherryCut erhältlich. Dort stehen Preis, Verfügbarkeit und Versand; weil das Bild nur einmal verkauft wird, ist es danach nicht mehr lieferbar.
Weiterführende Fachseiten
Fracture verbindet geometrische Planung, vier Holzarten und präzises Fügen:
- Symmetrie und Spiegelung
- Projektseite: Intarsia-Wandbilder
- Flow: dieselben Hölzer in fließender Form
- Geometrische Muster planen
- Kontrast und Farbtemperatur
- Maserungsrichtung in der Intarsia
- Nussbaum: Materialcharakter und Einsatz
- Wenge: Materialcharakter und Einsatz
- Eiche: Materialcharakter und Einsatz
- Esche: Materialcharakter und Einsatz
- Furnier schneiden und fügen
- Intarsia zusammensetzen
- Intarsia-Qualität prüfen
- Oberflächen für Holzkunst
- Pflege handgemachter Holzobjekte
- Alle Reihax-Produkte
Häufige Fragen
Welche Hölzer stecken in Fracture?
Nussbaum, Wenge, Eiche und Esche, dieselben vier Hölzer wie in Flow. Nussbaum gibt die warmen, rotbraunen Scherben, Wenge die fast schwarzen, Eiche und Esche die hellen. Keine Fläche ist gebeizt, bemalt oder bedruckt.
Ist das Bild wirklich gesprungen?
Nein. Fracture stellt einen Sprung dar, es ist nicht beschädigt. Jede Scherbe ist ein eigenes Furnierstück, das zugeschnitten und an seine Nachbarn gefügt wurde. Die Oberfläche ist durchgehend eben und geschliffen; mit der Hand ist kein Riss zu spüren.
Wie unterscheidet sich Fracture von Flow?
Beide Wandbilder haben dasselbe Format, dieselben vier Hölzer und einen dunklen Rahmen. Flow arbeitet mit weichen, fließenden Bändern, Fracture mit geraden Bruchkanten, die aus einem Zentrum strahlen. Es sind zwei Formsprachen aus demselben Material: Ruhe und Bewegung bei Flow, Spannung und Energie bei Fracture.
Wie groß ist Fracture und wie wird es gepflegt?
Fracture misst 40 × 40 cm und sitzt in einem dunklen Rahmen. Zur Pflege genügt trockenes Abstauben. Eine Wand ohne direkte Sonne und nicht über einer Heizung schont das Holz, weil starkes Licht die Hölzer unterschiedlich schnell nachdunkeln lässt.